Pressegespräch

zum Berliner Programm der Triennale der Moderne 2019

Berlin 2019: Pressegespräch zum Berliner Triennale-Programm

Do, 10.10.2019, 11 – 12 Uhr
Ort: Musikinstrumenten-Museum Berlin, Curt-Sachs-Saal
Staatliches Institut für Musikforschung am Kulturforum,
Eingang Ben-Gurion-Straße

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Ablauf der Veranstaltung

Ab 14 Uhr startet am selben Ort die offizielle Auftaktveranstaltung zum Berliner Wochenende der Triennale der Moderne 2019 mit dem Symposium „Berlin – Welterbe der Moderne“. Im Vorfeld zum Auftakt-Event findet ab 11 Uhr ein ca. 1-stündiges Pressegespräch statt. Auf dem Podium stehen neben Vertreter/innen aus Weimar und Dessau, jeweils ein Sprecher/in der Berliner Gründungspartner sowie des Berliner Kuratoren-Teams für Informationen und Fragen zur Verfügung.

Begrüßung
Prof. Dr. Moritz Wullen, Direktor der Kunstbibliothek der Staaliche Museen zu Berlin

Beamer-Präsentation
mit beispielhaften Projekten aus dem Berliner Führungs- und Programmangebot

Podium und Gesprächspartner

  • Prof. Dr. Moritz Wullen, Direktor der Kunstbibliothek der Staatliche Museen zu Berlin
  • Dr. Christoph Rauhut, Berliner Landeskonservator und Direktor des Landesdenkmalamt Berlin
  • Dr. Bernd Hunger, Vorstand Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V.
  • Christine Edmaier, Präsidentin der Architektenkammer Berlin
  • Andrea Dietrich, Thüringen-Koord. des Bauhaus-Jubiläums bei der Klassik-Stiftung Weimar
  • Christin Irrgang, Mitarbeiterin Konzept und Management bei der Stiftung Bauhaus Dessau
  • Robert Huber, zukunftsgeraeusche, Projektpartner + Kurator + Projektltg. LOTTO-Antrag
  • Ben Buschfeld, Gestaltung, Projektpartner + Co-Kurator der Triennale (Moderator)

Fragerunde
mit den Podiumsgästen und/oder zum Teil mit anwesenden Vertreter/innen der einzelnen Berliner Projektpartner/innen [*]

Sonstiges
Ausgabe von Pressemappen

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Zum Hintergrund

Die 1920er-Jahre waren eine Zeit radikaler, uns bis heute faszinierender Umbrüche in Kunst, Design und Gesellschaft. Sie sind Ausgangspunkt des noch jungen Formats „Triennale der Moderne“, das alle drei Jahre in Weimar, Dessau und Berlin stattfindet und die dortigen UNESCO-Welterbestätten stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Während in den Bauhaus-Städten Weimar und Dessau klar die Architektur und Lehre der berühmten Design- und Kunstschule im Mittelpunkt steht, ist das moderne Erbe in der Metropole Berlin ungleich vielfältiger. Hier ist das im aktuellen Jubiläumsjahr sehr präsente Bauhaus nur ein Baustein unter vielen. Diesen Reichtum gilt es für Einheimische und Touristen neu zu entdecken und auch als Gesamtentwicklung zu begreifen. Es beginnt mit den imposanten Bauten der „Elektropolis Berlin“, über sechs gemeinsam als Weltkulturerbe geltende „Siedlungen der Berliner Moderne“ und zieht eine große Linie hin zur Nachkriegsmoderne oder der aktuellen Wohnungsbaufrage. Wie kaum eine andere Stadt, eignet sich Berlin, ein ganzheitliches Bild der Epoche und ihrer heutigen Relevanz auszuloten. Dazu passt, dass das Berliner Programm den Charakter einer bottom-up-Initiative hat: Rund zwanzig, oft rein zivilgesellschaftlich organisierte Projektpartner/innen* sorgen für ein facettenreiches Angebot an Veranstaltungen. Das von der LOTTO-Stiftung Berlin geförderte Programm beginnt am Do, den 10. Oktober und spannt sich bis weit in den November 2019.

Verschiedene Formate
– Symposien, Vorträge, Diskussionen und Kongresse
– Performances und Medien-Installationen
– Ausstellungen und Publikationen

Spezielle Führungen, Exkursionen und Besichtigungen
– Behrens-Halle, Hufeisensiedlung, Onkel Toms Hütte, Wohnstadt Carl Legien, Weiße Stadt, Siemensstadt
– Shell-Haus, Hansaviertel, Corbusierhaus, Karl-Marx-Allee, Atelierwohnung Paulick, Tautes Heim,
– Studentendorf Schlachtensee, Offenbarungskirche, Kantgarage, Gropiusstadt, Marzahn-Hellersdorf uvm.

Großes Themenspektrum
– Die Industrielle Revolution und ihre Folgen für die Wohnsituation um 1900
– Die Wurzeln des Bauhauses in der Gartenstadt- und Werkbund-Bewegung
– Die Siedlungen des Neuen Bauens und des Reformwohnungsbaus
– Versteckte Perlen der 1920er-Jahre in Berlin und Umland
– Leben und Wirken jüdischer Architekten und Verfolgter des NS-Regimes
– Die Zäsur des Zweiten Weltkriegs und der Anschluss an die Nachkriegsmoderne
– Die Internationalen Bauaustellungen von 1957 und 1984
– Der Städtebau zur Stalin-Zeit und die Welterbe-Initiative des „Doppelten Berlin“
– Prominente Bauten der Nachkriegsmoderne in West-Berlin
– Besonderheiten und Herausforderungen beim Kirchenbau der Moderne
– Die unterschiedliche Rezeption der Moderne in Deutschland, Ost- und Mitteleuropa
– Transnationale Projekte in Wissenschaft und Denkmalpflege
– Die Entwicklungslinie von der frühen Moderne zu den Großsiedlungen der 1970er Jahre
– Wohnungsbaupolitik gestern und heute: Was können wir vom Neuen Bauen lernen?

[*] Liste der Projektpartner/innen
in alphabetischer Folge – ohne deren individuelle Kooperationspartner und/oder Drittmittelgeber

Architektenkammer Berlin, Bauhaus-Archiv – Museum für Gestaltung, Berlin Tourismus und Kongress GmbH (visitBerlin), BHR OX bauhaus reuse, Bildungsverein Bautechnik e.V., buschfeld.com – graphic and interface design, cpb culturepartner berlin GmbH, Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz e.V., Gesellschaft zur Erforschung des Lebens und Wirkens deutschsprachiger jüdischer Architekten e.V., GRIPS Theater, Hermann-Henselmann-Stiftung, Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V., Kunstbibliothek + Musikinstrumenten-Museum / Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Landesdenkmalamt Berlin, Onkel-Toms Verein e.V., Otto Bartning-Arbeitsgemeinschaft Kirchenbau e.V., Studentendorf Schlachtensee eG, Mietbares Museum „Tautes Heim“, Ticket B – Stadtführungen für Architekten, treppe b – Galerie im Corbusierhaus, zukunftsgeraeusche GbR